Lügenpresse

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Studie: [https://library.fes.de/pdf-files/stabsabteilung/05773.pdf]
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==Verzerrte Wahrnehmung bei Journalisten==
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Wenn Journalisten behaupten, sie hätten einen "offenen" Blick auf die Realität von Menschen, seien neugierig und wissbegierig, vergessen sie in der Regel die soziale Brille, mit der sie die Welt betrachten:
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*Die meisten Journalisten sind in einem Elternhaus mit akademischer Bildung aufgewachsen.
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*Die meisten Journalisten haben ein Familienumfeld, in dem Immobilienbesitz vorherrscht.
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*Die meisten Journalisten haben einen geistes- oder kulturwissenschaftlichen Bildungshintergrund.
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Hinzu kommt, dass die vermeintlichen "Grundregeln" des Journalismus selbst eine verzerrende Wirkung haben:
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*Aktualität
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*Relevanz / Bedeutung
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*Prominenz: Egal was einer denkt - wenn er berühmt ist, muss es was bedeuten!
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*Konflikt / Kontroverse: Streit schafft Identifikation und nicht nachlassendes Interesse am Ausgang der Auseinandersetzung
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*Überraschung / Abweichung vom Normalen: Egal wie absurd - Hauptsache besonders!
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*Negativität: Angst und Schrecken, Staub und Blut - damit macht man Auflage
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*Folgen / Tragweite: die meisten Journalisten sind garnicht in der Lage, die Tragweite von Ereignissen zu bewerten - deshalb verlassen sie sich auf [[Wahn der Experten|Experten]]
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*Personalisierung: deshalb wird über [[Reden statt denken|Köpfe und das was sie absondern]] berichtet, nicht über Ziele und Interessen
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==Wie uns Medien zu Rassisten machen==
==Wie uns Medien zu Rassisten machen==

Version vom 15:20, 23. Jan. 2026

Seit einigen Jahren geistert der Begriff der "Lügenpresse" durch die öffentliche Landschaft.

Wie viele Medienvertreter hielt ich das Wort für einen Kampfbegriff der rechten Szene.

Inzwischen muss ich diese Einschätzung relativieren. Der aktuelle Journalismus mag ehrbare Motive haben - von der Wirklichkeit und Wahrheit ist er oft weiter entfernt, als seine Vertreter glauben.

Eine wesentliche Ursache für die Realitätsferne und verbogene Beschreibung der Wirklichkeit ist die soziale Blindheit der meisten Journalisten.

Während sie überwiegend aufgrund ihrer Herkunft zu einer gesellschaftlichen Randgruppe - der gehobenen, akademischen Mittel- und Oberschicht - gehören, halten sie die eigenen Interpretations- und Bewertungsmaßstäbe für das normale Maß aller Dinge und verkennen die Realität der großen gesellschaftlichen Mehrheit.

Die Meckeronkel am rechten Rand, wie Ulf Porschardt, Roland Tichy, Thilo Sarrazin und all die anderen, sind übrigens nicht besser. Auch ihnen fehlt jedes Verständnis für die Bedürfnisse und Zwänge der meisten Menschen.

Ein toller Artikel zum Thema von Julia Friedrichs:

https://bruchstuecke.info/2022/11/12/das-eigene-verzerrte-normal-des-alltaeglichen-journalismus/

Dissertation zum Thema: [1]

Studie: [2]

Verzerrte Wahrnehmung bei Journalisten

Wenn Journalisten behaupten, sie hätten einen "offenen" Blick auf die Realität von Menschen, seien neugierig und wissbegierig, vergessen sie in der Regel die soziale Brille, mit der sie die Welt betrachten:

  • Die meisten Journalisten sind in einem Elternhaus mit akademischer Bildung aufgewachsen.
  • Die meisten Journalisten haben ein Familienumfeld, in dem Immobilienbesitz vorherrscht.
  • Die meisten Journalisten haben einen geistes- oder kulturwissenschaftlichen Bildungshintergrund.

Hinzu kommt, dass die vermeintlichen "Grundregeln" des Journalismus selbst eine verzerrende Wirkung haben:

  • Aktualität
  • Relevanz / Bedeutung
  • Nähe
  • Prominenz: Egal was einer denkt - wenn er berühmt ist, muss es was bedeuten!
  • Konflikt / Kontroverse: Streit schafft Identifikation und nicht nachlassendes Interesse am Ausgang der Auseinandersetzung
  • Überraschung / Abweichung vom Normalen: Egal wie absurd - Hauptsache besonders!
  • Negativität: Angst und Schrecken, Staub und Blut - damit macht man Auflage
  • Folgen / Tragweite: die meisten Journalisten sind garnicht in der Lage, die Tragweite von Ereignissen zu bewerten - deshalb verlassen sie sich auf Experten
  • Personalisierung: deshalb wird über Köpfe und das was sie absondern berichtet, nicht über Ziele und Interessen



Wie uns Medien zu Rassisten machen

Ein böses Beispiel für eine weitere mediale Verzerrung ist die permanente Verbindung von Gewaltverbrechen und Migration, die durch keine Fakten begründet ist. Hierzu gibt's ein gutes Video von den Volksverpetzern: https://youtu.be/oUFWC-236G0

Messermänner+kleine+Paschas GoogleTM

Messerattacke+innere+Sicherheit GoogleTM


Sozial-Astrologie

Ein Beispiel für die schlechte Kombination aus heißer Journalistennadel und den Vermarktungszielen von "Beratern" ist die Flut an Artikeln über vermeintliche Generationsunterschiede. Die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Generation entscheidet über Verhalten, Einstellung und Zukunft. Kommt ihnen das nicht bekannt vor? Solche medialen Erörterungen fallen unter die Rubrik "Horoskop", nicht unter "Nachricht".

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