Schlussstrich

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Version vom 10:00, 3. Mai 2019 bei Emma Lichtenberg (Diskussion | Beiträge)
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Viele Deutsche würden gerne einen Schlussstrich unter die deutsche Verantwortung für die Vernichtung von 6 Millionen Menschen während des 3. Reichs ziehen und zur Tagesordnung übergehen. Was haben wir schließlich noch damit zu tun? Gleichzeitig feiern sie ausgiebig Gedenktage zu Ereignissen, die in weiter Vergangenheit liegen, rühmen sich großer Männer, die nichts mehr mit unserer heutigen Gesellschaft zu tun haben und nehmen gerne andere Aspekte unserer Geschichte als Grundlage für aktuelle Entscheidungen auf. Gerne greifen wir die Grundlagen der christlichen Ethik auf, um uns als allzeit gute Menschen darzustellen.

Wer sich nicht für die Schandtaten seiner Ahnen schämen will, hat auch nicht das Recht, auf deren Großtaten stolz zu sein!

Wegsperren - ein Leben lang

Bei menschlichen Individuen - z.B. einem Triebtäter - sind viele Menschen der Ansicht, dass diesen Menschen auch nach Verbüßen einer Strafe kein Recht auf Gnade zusteht und plädieren für lebenslanges Wegsperren. Niemand würde einem Menschen, der einmal ein Kind auf grausamste Weise misshandelt hat, zugestehen, anderen Ratschläge im Umgang mit Kindern zu geben. Zu recht würde man ihn niemals in einem Kindergarten als Erzieher einstellen.

Die Deutschen haben im 20. Jahrhundert zweimal auf exzessive Weise ihren nationalistischen und reaktionären Reflexen freien Lauf gelassen. Sie sind dafür - recht moderat - bestraft worden. Heute leben die Deutschen besser als je zuvor. Sind wir jetzt wieder die Guten? Dürfen Deutsche jetzt wieder nationalistisch und reaktionär sein - weil: das wird man ja noch sagen dürfen! Dürfen wir wieder "Erzieher" der Welt sein? Oder gehören wir als Nation für immer weggesperrt...oder sollten einfach mal die Klappe halten?

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